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Tribals

Moko, ein traditionelles GesichtstattooTribals waren ursprünglich Stammeszeichen und obwohl das Tätowieren von Tribals in den Stämmen noch praktiziert wird, ist viel Wissen über ihre Hintergründe und Bedeutungen verloren gegangen. Die Schuld ist wohl in Europas damaliger Eroberungspolitik zu suchen. Auf dem gesamten Erdball wurde erobert und vor allem missioniert. Die Ureinwohner wurden zu Christen und die, die es nicht werden wollten, wurden mit Gewalt dazu gezwungen, ihre eigenen Traditionen und Riten durften sie nicht mehr ausüben. Was von ihren Traditionen übriggeblieben ist, geben sie heute verständlicherweise nur zaghaft an Europäer weiter.

Nur an wenigen Orten der Welt werden Stammestätowierungen noch so praktiziert, wie bereits vor tausenden von Jahren, so z.B. auf der Insel Borneo, der drittgrößten Insel der Welt. Sie blieb vor der Zivilisation verschont, da auf ihr hauptsächlich Hügel, Gebirge und tropischer Regenwald zu finden sind. Auch heute noch ist auf Borneo kaum eine Infrastruktur vorhanden.

Übersichtskarte

Tribals erfüllen mehrere Zwecke, die sich zwar innerhalb der einzelnen Völker und Stämme unterscheiden, aber trotzdem viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Hier nun einige Beispiele:

Zum Tätowieren der Tribals wurden damals kleine skalpellartig geformte Knochen, Muscheln, Metallstücke oder Bambussplitter benutzt, die an eine Art Kamm befestigt waren. Sie waren in Farbpigment getaucht und wurden dann mit einem kleinen Hammer in die Haut getrieben. Teilweise waren die dadurch entstandenen Wunden sehr tief und brauchten lange Zeit bis sie verheilt waren. Deshalb konnte während einer Sitzung nur sehr wenig tätowiert werden, weshalb die Entstehungsdauer eines Tribals mehrere Wochen und Monate andauerte. Entsprechend der Methode waren die Schmerzen, die man durchzustehen hatte sehr stark, wofür einem die anderen Stammesmitglieder Respekt entgegenbrachten. In einigen Stämmen und Völkern wird auch heute noch so praktiziert.

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